Hirseloaberl & süßer Hirseschmarren

Gina hat ihr Standard-Rezept zusammengeschrieben, eine Eigenkreation. Sind fast ausschließlich Food Coop-Zutaten! (alle Food Coop-Lebensmittel sind fett gedruckt, bis aufs Gemüse – das hamma sowieso) 🙂

Hirseloaberl:
1 Tasse Hirse mit doppelter Menge Wasser ca. 20 Min. kochen und 10 Min. ziehen lassen. Auskühlen lassen und etwas salzen.
Mit 1 Ei und 1 Handvoll weißem Dinkelmehl sowie geriebenem Bergkäse vermischen. Wahlweise können auch geriebene Karotten/Zucchini o.ä. dazu gemischt werden.
Mit feuchten Händen Laibchen formen, ev. noch etwas Mehl beimengen. In Sesam oder Sonnenblumenkernen wenden.

In einer Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen und die Laibchen darin auf beiden Seiten knusprig braten.

Dazu Schnittlauchrahm als Dip reichen, ev. Pfannengemüse oder Salat (am Bild Zuckerhut mit geriebenen roten Rüben und Ricotta mit Kernöl und Balsamico).

Rezept Gina

Süßer Hirseschmarren:
Tipp für Schleckermäuler! Die Hälfte der gekochten Hirse in einer Pfanne mit Butter braten. Mit Zimtzucker, Apfelmus oder, wie am Bild, mit Hollerkoch servieren – schmeckt allen Kindern!!!
Oder mit Zwetschkenröster mit Ebereschen, wie in diesem Rezept für Annona’s Herbsttröster-Nockerln (Link zum Rezept weiter unten im Text).
Rezept Gina süß
Werbeanzeigen

Solidarische Food Coop

Letzten Samstag waren Rudi Hoheneder und Greti Mayer vom Fermentarium in unserem Food-Lokal und haben uns mit viel Grün ihre solidarische Landwirtschaft schmackhaft gemacht. Junge Asia-Salate, Winterheckenzwiebel und andere Winter Greens wurden verkostet – frisch, eingelegt und fermentiert. Für uns hat sich eine Welt aufgetan. Frischgemüse im Winter ohne ökologische Nachteile! „Immunsystem zum Essen“, wie Rudi es nennt!

Damm sei Dank
Auf Rudis Hof wachsen neben bekannten auch sehr ungewöhnliche Gemüsesorten, die er in Dammkultur anbaut, einer Methode, die ein wenig an Permakultur erinnert und vorrangig das Bodenleben nährt. Die Gemüsepflanzen mögen das und gedeihen prächtig, auch im Winter! Ohne Glashaus, Bewässerung, Unkrautjäten oder -vergiften, ohne Fräsen, ohne kommerzielle Dünger oder gar Beheizung. Im Damm entsteht – so wie man einen Sauerteig gehen lässt – nach und nach ein Mikroklima und eine Mikro-Flora und -Fauna, durch die sich die optimalen Nährstoffe, Temperatur und Feuchtigkeit für die Pflanzen von selbst einstellen.

Mikrokonservierung
Greti Mayer ist für die Haltbarkeit zuständig. Sie verarbeitet Rudis Luxusgemüse zu Pesti, Kimchi und anderem Fermentiertem, und wir durften von allem kosten. Die  Mikroorganismen, die für die Haltbarwerdung sorgen, sind keineswegs gekaufte Kultur-Bakterien, sondern stellen sich lokal aus dem Boden und aus der Luft von selber ein. Naturbewuchs sozusagen.

Luxusgemüse für alle
Schade, dass die meisten, die gestern bei der Food Coop dabei waren, alles verpasst haben, weil sich Rudi und Greti markt- und verkehrsbedingt verspätet haben. Wenn wir aber beschließen, als Food Coop Ernteanteile zu kaufen, können alle Foodies und Tauschis hie und da unser Grünzeug abholen und bei der Gelegenheit den Hof  besuchen! Oberstockstall am Wagram ist nur 20 Autominuten von Tulln entfernt. 🙂

IMG_9907_b

Gerit mit Zuckerhut

P.S.: Tini Granzer, danke fürs Fotografieren!! 🙂

Warum wir eine Food Coop gegründet haben

Schön, dass du hier bist! Wir möchten uns kurz vorstellen. Der Ansporn für die Gründung einer Food Coop Wienerwald war und ist, dass wir gute Lebensmittel wollen. Und das bedeutet für uns, dass sie mehr sind als sättigend und nahrhaft. Was wir essen, soll nicht nur uns selbst gut tun, sondern allen beteiligten Menschen, Tieren und Ökosystemen. Kurz: Wir wollen nachhaltige Lebensmittel.

Und zwar zu leistbaren Preisen. Um das zu ermöglichen, machen wir Sammelbestellungen direkt bei ausgewählten Hersteller/innen, wenn möglich im Großgebinde – und daher auch gleich verpackungsreduziert. So erhalten alle unsere Teilnehmer/innen Zugang zu Lebensmitteln mit hoher Qualität, egal ob er oder sie über ein Auto, ausreichend Zeit und viel Geld verfügt, und ohne dass jede/r einzelne alle Höfe selber anfahren muss.
Mahlzeit!

markus-spiske-139525-unsplashFoto: Markus Spiske on Unsplash