Solidarische Food Coop

Letzten Samstag waren Rudi Hoheneder und Greti Mayer vom Fermentarium in unserem Food-Lokal und haben uns mit viel Grün ihre solidarische Landwirtschaft schmackhaft gemacht. Junge Asia-Salate, Winterheckenzwiebel und andere Winter Greens wurden verkostet – frisch, eingelegt und fermentiert. Für uns hat sich eine Welt aufgetan. Frischgemüse im Winter ohne ökologische Nachteile! „Immunsystem zum Essen“, wie Rudi es nennt!

Damm sei Dank
Auf Rudis Hof wachsen neben bekannten auch sehr ungewöhnliche Gemüsesorten, die er in Dammkultur anbaut, einer Methode, die ein wenig an Permakultur erinnert und vorrangig das Bodenleben nährt. Die Gemüsepflanzen mögen das und gedeihen prächtig, auch im Winter! Ohne Glashaus, Bewässerung, Unkrautjäten oder -vergiften, ohne Fräsen, ohne kommerzielle Dünger oder gar Beheizung. Im Damm entsteht – so wie man einen Sauerteig gehen lässt – nach und nach ein Mikroklima und eine Mikro-Flora und -Fauna, durch die sich die optimalen Nährstoffe, Temperatur und Feuchtigkeit für die Pflanzen von selbst einstellen.

Mikrokonservierung
Greti Mayer ist für die Haltbarkeit zuständig. Sie verarbeitet Rudis Luxusgemüse zu Pesti, Kimchi und anderem Fermentiertem, und wir durften von allem kosten. Die  Mikroorganismen, die für die Haltbarwerdung sorgen, sind keineswegs gekaufte Kultur-Bakterien, sondern stellen sich lokal aus dem Boden und aus der Luft von selber ein. Naturbewuchs sozusagen.

Luxusgemüse für alle
Schade, dass die meisten, die gestern bei der Food Coop dabei waren, alles verpasst haben, weil sich Rudi und Greti markt- und verkehrsbedingt verspätet haben. Wenn wir aber beschließen, als Food Coop Ernteanteile zu kaufen, können alle Foodies und Tauschis hie und da unser Grünzeug abholen und bei der Gelegenheit den Hof  besuchen! Oberstockstall am Wagram ist nur 20 Autominuten von Tulln entfernt. 🙂

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Gerit mit Zuckerhut

P.S.: Tini Granzer, danke fürs Fotografieren!! 🙂

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Food Coop-Samstag mit Gast

Diesen Samstag bekommen wir beim Food Coop-Treffen Besuch: und zwar von Rudolf Hoheneder, der einen CSA-Hof in Oberstockstall am Wagram bewirtschaftet.

CSA – Community Supported Agriculture – bedeutet solidarische Landwirtschaft. Auf Unterstützung aus öffentlicher Hand wird dabei verzichtet. Das wirtschaftliche Risiko tragen die Landwirt/innen und die Konsument/innen gemeinsam. Die Unabhängigkeit von Politik und Kammern bringt mehr Kostenwahrheit mit sich, und damit Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft.

Der Nutzen für die Mitglieder liegt in der großen Bereicherung des Speisezettels durch eine Vielfalt an Gemüsesorten, die nicht den Vorgaben der Subventionspolitik unterliegen. Nahrung aus kleinstrukturierter, biologischer Landwirtschaft, ohne ressourcenverschlingende Technologien und Leistungssteigerer – mit einem Wort: Slow Food vom Acker weg. Deshalb hoffen wir auf eine Kooperation!

Rudi Hoheneder kann das alles viel besser erklären, er wird vermutlich gegen Mittag eintreffen. Vielleicht bringt er auch gleich einige gemüsige Mitbringsel mit.

→ Food Coop am Samstag, 3.11.2018, 10–13 h, Bahnhof Unterpurkersdorf

Rudi Hoheneders SoLaWi Fermentarium  ¦  Info-Folder Solidarische Landwirtschaft

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